Intersex Tagung in Loccum – „Diverse Identität“

Theologie entdeckt Intergeschlechtlichkeit

Zu einer Tagung zur theologischen Annäherung an Intergeschlechtlichkeit lädt die Evangelische Akademie Loccum in Zusammenarbeit mit dem Studienzentrum für Genderfragen der EKD (Evangelische Kirche Deutschland) ein.

Die Tagung findet vom 6. – 7. Dezember 2017 in Loccum / Niedersachsen unter dem Titel „Diverse Identität“ statt. Sie richtet sich an interessierte Menschen und will u.a. Fragen nachgehen, wie die evangelische Kirche mit Intergeschlechtlichkeit in der Praxis umgeht.

Nähere Informationen und Anmeldung unter diesem Link

EuroPSI Konferenz in Jerusalem: Brücken Bauen

Die diesjährige Konferenz des Netzwerkes EuroPSI (European Network of the psychosocial studies of Intersex) findet vom 6. bis 7. September 2017 in Jerusalem / Israel an der Hebrew University statt. Das Tagungsthema lautet „Building Disciplinary Bridges for Research and Recogniation of Intersexed Bodies“. Hier können Sie das Tagungsprogramm einsehen:

Coming up in September!:

Gepostet von The Martin Buber Society of Fellows in the Humanities and Social Sciences am Dienstag, 15. August 2017

Die Tagung findet u.a. in Kooperation mit der Martin-Buber-Society of Fellows statt.

I-DSD Symposium Kopenhagen

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2017 hat in Kopenhagen das internationale I-DSD Symposium stattgefunden. Neben medizinischen Themen wurden auch psychosoziale Fragen erörtert (z.B. die Versorgungssituation und psychosoziales Screening) und ethische Aspekte (z.B. im Zusammenhang mit Fruchtbarkeit) beleuchtet. Ute Lampalzer präsentierte erste Ergebnisse aus der Begleitforschung des HOOU-Projekts  „intersex-kontrovers“ (siehe hier)

Interviews mit Fachexpert_innen

Auf diesem Beitrag können Sie Interviews mit verschiedenen Fachexpert_innen ansehen. Dr. Ute Lampalzer hat Fachleute interviewt, die sich seit längerer Zeit mit dem Themenfeld Intersex, Körper und Geschlecht beruflich auseinandersetzen.

Wir bedanken uns bei den Interviewpartner_innen für ihre Zeit und Offenheit und für die Einwilligung zur Veröffentlichung.

Folgende Interviews können Sie hier bereits sehen:

Dr. Michael Groneberg, Philosoph

Prof. Dr. phil. Konstanze Plett, Juristin

Dr. med. Wilhelm Preuss, Psychiater und Sexualforscher

Fabian Vogler, Bildhauer

Dr. phil. Katinka Schweizer, Psychologin

amnesty international

Im Mai 2017 hat die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) einen internationalen Bericht zur Menschenrechtssituation im Umgang mit Intergeschlechtlichkeit veröffentlicht.

Einen Link zu dem Bericht finden Sie hier.

Euro-PSI Tagung in Jerusalem

Die diesjährige Tagung des Netzwerkes EuroPSI findet in Jerusalem / Israel statt. Gastgeber_in ist Dr. Limor M. Dannon von der Hebrew University.

Datum: 6./7. September 2017

Tagungsort: Jerusalem, Hebrew University, Mount Scopus

Informationen und Anmeldung: limormdanon@gmail.com

EuroPSI  wurde 2013 gegründet und steht für European Network for Psychosocial Studies in Intersex/dsd (diverse sex development).

http://www.europsi.org/

Die bisherigen Tagungen fanden in London (2014), Wien (2015), Guildford/Surrey, UK (2016) statt.

 

Intersex –
aus der Perspektive eines Bildhauers

Ein Beitrag von Fabian Vogler

Für mich als Künstler bzw. figurativen Bildhauer hat das bloße Wissen um Intersexualität mein Verständnis von der Welt ungemein erweitert und bereichert. Durch „Zufall“ fand ich mich in einem Vortrag von Dr. Katinka Schweizer zum Thema „Inter- und Transsexualität“ und die Erkenntnis um den Unterschied rüttelte gehörig an meiner bisherigen Konditionierung auf das bipolare Geschlechterkonstrukt. Zu keinem Zeitpunkt während meiner gesamten Schul- und Studienlaufbahn, weder in Deutschland, noch in Österreich, Spanien oder Großbritannien, war jemals von Intersexualität die Rede gewesen. Dabei hatte ich, ohne es zu wissen, allerdings in meiner Arbeit seit Jahren immer wieder intergeschlechtliche Figuren abgebildet und schon deshalb erschien mir die Existenz von Intersexualität als eine Offenbarung!

Persönlich immer gelangweilt von männlichen Stereotypen, denen ich in meiner Rolle als Mann hätte entsprechen sollen, erscheint mir die Aufgabe der strengen Zweiteilung, hin zu einem erweiterten Begriff von geschlechtlicher Identität, als große Befreiung. Faszinierend ist dabei für mich vor allem, dass doch JEDER MENSCH bis zur mindestens 7. Schwangerschaftswoche als Embryo intersexuell ist. Je nachdem, entwickeln sich erst dann weibliche oder männliche innere und äußere Geschlechtsmerkmale. Damit ist unser aller Ursprung derselbe und auch die Information davon steckt in uns allen. Dies zu verinnerlichen, erkenne ich als eine große gesellschaftliche Chance. Genießen wir sie!