Positive Resonanz und konstruktiver Streit in der HOOU: Erfolgreiches Intersex-Symposium am UKE

Das Symposium „Intersex-Kontroversen“ am 22.11.2017 war bereits das zweite Symposium des gleichnamigen Projekts der HOOU. Die Resonanz war groß und der Festsaal des Erika-Hauses am UKE in Hamburg ausgebucht.  Prof.  Peer Briken, Direktor des Instituts für Sexualforschung am UKE eröffnete die Veranstaltung.  Dass so viele der Einladung folgten, freute die Initiatorin Dr. Katinka Schweizer. Sie stellte das gastgebende Projekt und alle Gäste vor und moderierte durch den Nachmittag. „Positive Resonanz und konstruktiver Streit in der HOOU: Erfolgreiches Intersex-Symposium am UKE“ weiterlesen

Buchempfehlung zum Vorlesetag 2017

Am heutigen Vorlesetag wünschen wir allen Leser_innen viel Lesevergnügen. Unsere Leseempfehlung ist das Bilderbuch „Jill ist anders“ von Ursula Rosen (2015) mit Illustrationen von Alina Isensee, erschienen im Salmo Verlag, Lingen.

Zu dem Buch gibt es eine Handreichung für Erzieher_innen  und Grundschullehrer_innen, die über die folgende Website zu erhalten ist: http://www.kinderbuch-intersexualitaet.de/.

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Ge-schlecht wird positiv: Wegweisender Beschluss des Bundesverfassungsgerichts

„Ja zum dritten Geschlecht“ (SZ), „Nicht Mann noch Frau“, „Die Zukunft – unisex?“ (FAZ), „Revolutionär“ (Die Welt), „Drei gewinnt“ (taz) – Schlagzeilen vom 8.11.2017

Die Freude ist groß, und Hartnäckigkeit zahlt sich aus!

Kläger_in Vanja hat nicht aufgegeben. Vor einem Jahr noch war ihre_seine Klage am Bundesgerichtshof abgelehnt worden. Nun haben die Richter_innen des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, dem höchsten Gericht im Land, ihr_ihm Recht gegeben. In der Verfassungsklage hatte Vanja gegen das aktuelle Personenstandsrecht geklagt, das bisher nur zwei positive und seit 2013 eine weitere, „leere“ Geschlechtskategorie zuließ. „Ge-schlecht wird positiv: Wegweisender Beschluss des Bundesverfassungsgerichts“ weiterlesen

EILMELDUNG: Bundesverfassungsgericht ermöglicht 3. Geschlechtseintrag

Das Bundesverfassungsgericht hat heute der Verfassungsbeschwerde vom 2. September 2016 stattgegeben. Darin war auf die Notwendigkeit verwiesen worden, intergeschlechtlich geborenen Personen, deren Geschlechtsidentität intergeschlechtlich oder divers ist, eine adäquate personenstandsrechtliche Erfassung zu ermöglichen.

Die Beschwerdeführer_innen hatten auf die Ungleichbehandlung, Diskriminierung und Unverhältnismäßigkeit der bisherigen Personenstandssituation für intergeschlechtliche Menschen hingewiesen. Sie forderten die Einführung einer weiteren personenstandsrechtlichen Kategorie.  (Az. 1 BvR 2019/16).

Nun hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe der Beschwerde in allen Punkten stattgegen. In Zukunft soll diese „Dritte Option“ ermöglicht werden. Zur Begründung verwies das Gericht auf das im Grundgesetz geschützte Persönlichkeitsrecht und das Recht auf freie Ausübung der geschlechtlichen Identität. Wir gratulieren allen Beteiligtgen !

Aktuelle Informationen:

Intersex Awareness Day am 26.10.2017

Heute, am 26. Oktober, ist der Internationale Intersex Awareness Day.

Der Intersex Awareness Day wird seit 1996 begangen und ging u.a. von einer Öffentlichen Kundgebung und Demonstration der „Hermaphrodites with Attitudes“ in Boston / USA aus.

Intergeschlechtlichkeit ist gesamtgesellschaftlich wenig sichtbar und in der Allgemeinbevölkerung nach wie vor tabuisiert und unbekannt. Das Zwei-Geschlechter-System, aber auch das systematische Unsichtbar-Machen von intergeschlechtlichen Körpern über Jahrzehnte durch Medizin und Psychologie hat maßgeblich dazu beigetragen.

Die weltweiten Aktivitäten, die im Rahmen dieses Tages heute stattfinden, sollen die Beachtung der Menschenrechte von intergeschlechtlichen Menschen stärken. Morgan Carpenter (Australien) und Laura Inter (Mexico) widmen diesem Tage seit 2015 ein eigenes Intersex Awareness Day – Projekt  (s. Link )

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Symposium „Intersex-Kontroversen“ am 22.11.2017 in Hamburg

Am Mittwoch, den 22. November 2017 findet von 13 bis 18 Uhr das Interdisziplinäre Symposium „Intersex Kontroversen“ im Rahmen des gleichnamigen Projekts der Hamburg Open Online University (HOOU) im Erika-Haus des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf statt.

Im Fokus steht die Würdigung von Intergeschlechtlichkeit und die Gegenüberstellung verschiedener Zugänge zu offenen und strittigen Fragen im Umgang mit Variationen der körpergeschlechtlichen Entwicklung. Die  Mitwirkenden vertreten Perspektiven aus Eltern- und Erfahrungsexpertise, Ethik, Kunst, Medizin, Psychologie und Sexualwissenschaft.

Programm und Anmeldebogen finden Sie hier.

Die Vorträge, Podiumsgespräch und Performance finden auf Deutsch, teilweise Englisch statt.

Das Symposium ist eine Fortbildungsveranstaltung. Die Akkreditierung ist mit 6 Fortbildungspunkten beantragt.